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Seit mehr als tausend Jahren übt der Tegernsee eine magische Anziehungskraft aus. Die im Jahre 746 gegründete Benediktinerabtei in Tegernsee prägte über Jahrhunderte die Entwicklung und Geschichte rund um den Tegernsee. Als nach der Säkularisation Anfang des 19. Jahrhunderts der bayerische König das ehem. Kloster erwarb und zur Sommerresidenz umgestalten ließ, war dies auch der Beginn des heutigen Tourismus. Zahlreiche Gäste aus Adel und Hochadel aus ganz Europa besuchten den Tegernsee. Viele Künstler – Maler, Komponisten, Dichter, Schriftsteller und Sänger – zog es ebenfalls in die reizvolle Landschaft, um hier zu arbeiten und zu wohnen. Zeugnisse davon, können in verschiedenen Museen, Kirchen, sowie bei Ausstellungen, Konzerten und Veranstaltungen bewundert werden.
Das reichhaltige kulturelle Erbe aus der Klosterzeit wird weiter gepflegt und mit neuem Leben erfüllt. Weltoffen präsentiert sich das Tegernseer Tal. Aber auch die lange Tradition des Kunsthandwerks wird fortgesetzt, wie etwa die Goldschmiedekunst, Federkielstickerei oder Lüftlmalerei.
Bereits Karl Stieler meinte im 19. Jahrhundert: „Zauber der Landschaft! Diese blickt uns noch an mit den Augen ewiger Jugend, als ob die Welt seit tausend Jahren nicht älter geworden wäre.“ Dem, wie auch dem Ausspruch von Ludwig Thoma, als er in sein Haus auf der Tuften einzog, „Um mich ist Heimat“, ist auch heute, trotz zeitlicher Veränderungen, als Beschreibung des Tegernsees nichts hinzuzufügen.
Kreuth hat eine traditionsreiche Geschichte
Geschichte, Brauchtum und Tradition in Kreuth
Die offizielle Geschichte von Kreuth beginnt 1184 mit dem Bau der steinernen Kirche. Es gab vorher schon eine Kirche aus Holz und in alter Zeit war der Kirchenhügel sehr wahrscheinlich ein keltisches Heiligtum. Die älteste Leonhardifahrt Süddeutschlands ist das Kreuther Patrozinium. Es ist der höchste Feiertag des Ortes, wenn am 6. November gefeiert wird. Zum Brauchtum gehören selbstverständlich die Trachtenvereine als Pfleger von Tracht, Tanz, Musik und Gesang. Gerade was bayerische Lieder angeht, ist der Kiem Pauli besonders zu nennen. Ohne ihn gäbe es das bayrische Volkslied in der heutigen Art nicht mehr.
Nur 2 Kilometer vom Dorf Kreuth entfernt liegt Wildbad Kreuth, eines der vielen Wanderziele. 1818 wurde es durch König Max I. Joseph von Bayern erworben, großzügig ausgebaut und zum Treffpunkt der Hocharistokratie Europas. Die dortigen Heilquellen erwähnt die Chronik des Klosters Tegernsee im 14. Jahrhundert.